Das NEUE HELDEN Festival vom 7. bis 16. März

Freitag, 14. März | 21:00 Uhr

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Herrenmagazin

...nicht nur für Männer

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Eintritt: >>Vorverkauf: € 8,- | >>Abendkasse: € 10,-

Großstadtprosa trifft auf Präpunk

Herrenmagazin sind der vermutlich beliebteste Neuzugang in der unüberschaubaren Hamburger Musikszene. Eine Erfolgsgeschichte in Stichpunkten: Ehemaliger Spandau-Schlagzeuger Deniz Jaspersen hängt sich eine Stratocaster um, schreibt ein Dutzend Knallersongs mit Knallertexten, schnappt sich Rasmus Engler (u.a. Gary, Das Bierbeben) und die beiden bisher unbeschriebenen Blätter Philip Wildfang (Gitarre) und Paul Konopacka (Bass) und gründet eine pulsierende Band.
Das musikalische Ergebnis wirkt wie eine Rückbesinnung auf traditionelle Werte in Bezug auf die Herangehensweise ans Musikmachen. Soll heißen, alles ist herrlich unverkrampft, fast schon durchzogen von einer poetisch anmutenden Egalhaltung. Treibendes, lebendiges Schlagzeugspiel, zwei einander zuspielende Rhythmusgitarren und ein schlichter, geachtelter Bass, der das alles zusammenhält. Jaspersen peitscht uns Melodien und Texte um die Ohren, als sei Singen und Dichten gerade erst erfunden worden. Kluge, manchmal auf wunderliche Weise assoziierte Betrachtungen, Worte, die scheinbar nicht versuchen irgendwas verständlich machen zu wollen, sondern zu verstehen. Herrenmagazin vermitteln trotz meist recht flotter Tempi eine erstaunliche Gelassenheit inmitten von Großstadthektik und Exzessleben.
Es ist völlig absehbar, wie schnell sich diese Band herumsprechen wird.

Ein Geheimtipp. Für alle. (Niclas Breslein)

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Bandinfo

Gegründet in den Wirren des Winters zweitausendvier, um den üblichen Bandgründungsgründen wie tödlicher Langeweile, Dahinsiechen alter Bands, Herzbruch und ungerechtfertigtem Alkoholkonsum entgegenzuwirken. In Erstbesetzung: Deniz Jaspersen (verfressener Halbtürke), Philip Wildfang(substanzzugeneigter Anorektiker) und Rasmus Engler (perspektivloser Depressionstrinker). Kurzfristige Rekrutierung eines Bassisten, der aufgrund seiner Zweitband noch vor dem ersten Auftritt wieder weggeht. Erzwingung des Einstieges des jugendlichen Paul Konopacka, dem somit wiederum der Einstieg in ein normales Leben verwehrt wurde. Erster chaotischer Auftritt an der Universität Hamburg. Erster Jahreswechsel in der Bandgeschichte. Aufgrund akuter Euphorie Aufnahme von vier Liedern für die erste CD "ich habe dieser tage meiner selbst verloren", deren Veröffentlichung sich aufgrund der unprofessionellen Herangehensweise von Band und Produzenten erheblich verzögert. In dieser Zeit Besinnung aufs Wesentliche (Bier, Moll-Akkorde, häufige Treffen am heimischen Herd) und Aufbau eines einigermaßen angemessenen Programms. Weitere Konzerte, diese teilweise von Teilen der Gruppe in starker Umnachtung absolviert, was Unbehagen beim Rest der Combo evoziert. Erneuter Jahreswechsel. Diverse persönliche Katastrophen, aber auch sehr schmackhafter Hasenbraten. Anschaffung eines Tischgrilles. Weitere Lieder, oftmals mit dem besten Akkord des Erdäpfelchens: H-moll. Flucht nach vorn.