Sonntag, 9. März | 21:00 Uhr
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Brockdorff Klang Labor
Mädchenmusik
Eintritt: >>Vorverkauf: € 8,- | >>Abendkasse: € 10,-
"Zwei Jungs an Rechnern und eine saucoole Frontfrau sind Brockdorf Klanglabor aus Leipzig.
Gothik- und Dance-Hall-Persiflagen ("Waschhaus is a good man!") töten den Ernst und kriegen Applaus.
Auch von mir.
Brockdorff Klanglabor - ein Name, den man sich wird merken müssen." (Jens Friebe,TAZ)
Das in Leipzig beheimatete Trio (Nadja von) Brockdorff,
(Sergej) Klang und (Ecki) Labor lebt,
leidet, feiert und variiert Pop per Liebreiz, Schweißfluss und,
vor allem, mit Haut und Haar. Die zwölf Lieder auf "Mädchenmusik"
atmen Blümchenwiesen-Odeur und urbanes Aroma zu gleichen Teilen.
Und dabei stimmt die Körpertemperatur jederzeit. Mit Alfred Hilsberg
als "Herausgeber", Tobias Levin als Produzenten, Knarf Rellöm,
DJ Patex und Jens Friebe als Studiokomplizen fand das Brockdorff Klang
Labor dann auch noch die genau richtigen Partner zur genau richtigen Zeit.
Jens Friebe lieferte die kongeniale Übersetzung eines Stücks
von Baxendale für ein Vokal-Duett mit Nadja von B., noch nicht ahnend,
dass "Mädchenmusik" jetzt zum Titelstück des BKL-Debüt-Albums
geworden ist.
Bandinfo:
Mädchenmusik
Musik aus dem Labor? Was soll einem denn da schwanen? Bebrillte Weißkittel-Träger
vor blinkenden Konsolen eines Leipziger Nachbaus des Kraftwerk'schen Kling
Klang Studios? Jeder einzelne Ton von aufgerüsteten Pocket Calculators
in kabelsalatigen Versuchsanordnungen ermittelt? Errechneter Pop? Schallplatten
mit Bedienungsanleitung?
Alles Quatsch! Entwarnung! Das in Leipzig beheimatete Trio Brockdorff
Klang Labor lebt, leidet, feiert und variiert Pop per Liebreiz,
Schweißfluss und, vor allem, mit Haut und Haar. Die zwölf Lieder
auf „Mädchenmusik“ atmen Blümchenwiesen-Odeur und
urbanes Aroma zu gleichen Teilen. Und dabei stimmt die Körpertemperatur
jederzeit. Bei all dem hier auch aufgebotenen Elektronik-Fuhrpark dürfen
Nadja von BROCKDORFF, Sergej KLANG und Ekki LABOR dank ihres herzerwärmenden
Songwritings als Antithese zum kühl manövrierenden Studio-Cyborg
bezeichnet werden. Denen wird höchstens ein Frühstück bereitet.
In den Brockdorff Klang Labor -Stücken schwingt
tatsächlich ein gesamtes Wunderpop-Nachschlagewerk mit, welches u.a.
auch griffigst innerhalb der beiden hier eingebrachten Interludes buchstabiert
wird. An erster Stelle steht da ihr unkaputtbarer Urban-Electropop, von
dem Paula oder Klee oftmals nur träumen dürften. Hier zappeln
die Energien aus den Hüft-schwingenden Tagen der Manchesteraner Rave-O-Lution,
als Bands wie die Happy Mondays oder Primal Scream dem Guitar-Twang die
Beats beibrachten. An anderer Stelle dürfen die Wehen Kingstoner
Dancehalls schüchtern aufblitzen. Oder Alan McGee's Class of 86 à
la Creation Records enthüllt einmal mehr seine einstige songwriterische
Brillianz. Über all dem schwebt die Liebe der Ersteller zum kontemporären
Pop ohne jegliche „Indie“/“Mainstream“-Schwellenangst-Eskapaden.
Hier wollen einzig und allein über Jahre getätigte Musikvorlieben
aufgenommen, modernisiert und zu einem Band-eigenen Habitus verschweißt
werden. Genau diesen Plan haben Brockdorff Klang Labor mit „Mädchenmusik“
übererfüllt. Ihre kleine Pop-Hymne „Frohe Schritte“
sonnt sich selbstbewusst in heimatstädtischen Reizen, ohne besagten
Städtenamen zu nennen, und liefert somit die Samt-Variante zu Ellen
Alliens kühler, technoider Berlin-Liebeserklärung. Beim Brockdorff
Klang Labor geht es mitnichten um Coolness-Selektion, sondern
vielmehr um pulsierende und echte Emotionen, so abgedroschen das jetzt
auch klingen mag. Da transformiert der zur Mittagsglocke immer noch genutzte
Dancefloor zum Wohnbereich, da gelten innerstädtische Plätze
als wohlfeile Erinnerungsdateien und da darf für die Liebe gelitten
werden, wie es sonst nur der gute, alte Morrissey für sich beanspruchen
darf. Nicht von ungefähr befindet sich auf „Mädchenmusik“
auch eine Wavepop-Bearbeitung des Smiths-Straßenfegers „Some
Girls Are Bigger Than Others“, welche von Themen-ähnlichen
Aspiranten wie Ladytron oder Bis auch nicht magnetisierender gefertigt
worden wäre.
Unter diese popmusikalischen Wohlfühlstücke rühren die
drei Worte und Sätze, welche die Balance zwischen atmungsaktiver
Poesie und durchweg unpeinlichem, manchmal auch schwarzem, Humor immer
im Auge behalten. Wenn Nadja von Brockdorff die vokalistische Leitung
übernimmt, denkt man gern und oft an Barbara Morgensterns warm heraus
gesungene Gefühlslagen, während Sergej Klang innerhalb seiner
„Führungsarbeit“ eine eigenartig angenehme Melange aus
Deutsch-Pop zwischen Diskurs-Tonfall und Andreas Dorau-Kitsch, gepaart
mit der Schelmigkeit eines Momus an den Tag legt. Mit Alfred Hilsberg
als "Herausgeber", Tobias Levin als Produzenten,
Knarf Rellöm, DJ Patex und Jens
Friebe als Studio-komplizen fand das Brockdorff Klang Labor dann
auch noch die genau richtigen Partner zur genau richtigen Zeit. Jens
Friebe lieferte die kongeniale Übersetzung eines Stücks
von Baxendale für ein Vokal-Duett mit Nadja von B., noch nicht ahnend,
dass „Mädchenmusik“ jetzt zum Titelstück des BKLDebüt-Albums
geworden ist.
Ein Stück auf „Mädchenmusik“ hört auf den Namen
„Grenzenlos war“ und wenn diese Platte eines ist, dann ist
sie grenzenlos... in ihren Einflüssen... schön... wahr... majestätisch
und gleichzeitig nachbarschaftlich... richtig und wichtig.
P.S.: Mit dem Plattentitel soll mitnichten jegliche Ausgrenzung der Hörerschaft
vorangetrieben werden.
Das wäre ja auch noch schöner, schließlich gilt auch ein
Lenny Kravitz als Mädchenmusik!
Donis (PNG)
Bandbio
Das BKL entstand Ende der 90er als Performance-Gruppe in einer Wohngemeinschaft
in der Leipziger Erika-von-Brockdorff-Straße, (Brockdorff
Klang Labor war damals Veranstalter, Ort und 12-köpfiges
Performance-Projekt zugleich). Nach einigen schrägen Auftritten bei
den legendären „Laboranten in Aspik“-Parties und in diversen
Leipziger Clubs sowie mehreren Session-Tapes folgte im Frühjahr 2000
mit Brockdorff Klang Labor die erste selbstproduzierte
CD. Während eines Studienaufenthalts der mittlerweile zum Duo geschrumpften
Band quartierte sich Ekki Ekk vorübergehend im BKL-Häuschen
in Manchester ein.
In Nadjas rosa Wohnstube gab es erste Sessions als Trio.
Wieder in Deutschland widmete sich das Brockdorff Klang Labor
ab 2003 ganz der systematischen Erforschung des Popsongs. Ekki Ekk wurde
festes Mitglied am Keyboard und das Instrumentarium um einige analoge
und digitale Flaggschiffe erweitert. Mit dem neugegründeten Leipziger
Label-Kollektiv East German International brachte das BKL 2005 die CD
„Sprich, Erinnerung, Sprich 2.0“ heraus.
Bei einem Konzert lernten die Musiker Jens Friebe und
Alfred Hilsberg kennen, letzterer nahm die Band unter
seine Fittiche und eine Veröffentlichung auf seinem Label ZickZack
wurde geplant. Mit Plemo im Phoneraum aufgenommen und von Tobias Levin
im Electric Avenue Studio in Hamburg produziert, erscheint das Album „Mädchenmusik“
im September 2007. Vorab stellte die Band zur PopUp-Messe 2007 die EP
„Frohe Schritte“ vor.
Das aktuelle Line-Up besteht aus:
Sergej Klang – Cultural Studies umwehter DJ &
Journalist, Texter & Beatschmied, singender Sequencer, Arrangeur &
Harmonist, Gattung „Dancing with Debord on my mind!“
Nadja von Brockdorff – Coole Frontfrau, Elektro-Feministin
& Mistress mit Engelsmelodien, Poetin & Gitarren-Trixerin, „Die
Gerüchte stimmen!“
Ekki Labor (Ex-Ekk) – Synthi-Boy, musiktheoretisch
geschulter Moog-Bassist, Hobby- & Profi-Informatiker, Chorknabe an
der Front, DJ & Webmaster, "Ich schwitze nie!".